Donnerstag, 20. Januar 2022

Schnee im Sommer

Hola!

Job gekündigt, Booster-Impfung gecheckt und Flug gebucht: Hört sich nach Ausstieg an, ist es auch – wenn auch nur auf Zeit. 

Nach den turbulenten Monaten hatte ich das Bedürfnis nach Sonne, Ferne, Bewegung & Ruhe. Wo geht das aktuell am Ehesten? – In Spanien, genauer gesagt auf den Kanaren. Also auf nach Teneriffa. Diesmal ohne (großen) Backpack und Hostel-Hopping, sondern ganz erwachsen in einem Hotel mit Rollkoffer.

Wie üblich lasse ich lieber die Bilder sprechen, aber hier ein kurzer Überblick: Chillout in den ersten und letzten Tagen, zwischendrin einen 125er-Roller ausgeliehen, um die Insel per Zweirad und Zweifuß1 unsicher zu machen. 

Was bleibt, sind viele herausragende Naturerlebnisse, Nervenkitzel auf der Autobahn durch Wind & die mögliche Maximalgeschwindigkeit (bergauf 65-80 km/h) sowie die Erkenntnis, dass zwei Wochen Hotel- & Natururlaub allein zu verbringen, seine Höhen und Tiefen hat, aber insgesamt ziemlich bereichernd ist. Das Wetter war übrigens durchgehend warm (18-25 Grad), auf dem Roller wird es auf der Autobahn und in Höhenlagen aber schon ziemlich kalt - teilweise war der Bodentau angefroren #SchneeimSommer.

Ich bin jedenfalls froh, dass alles so gut geklappt hat, insbesondere in Bezug auf Corona-Schutzmaßnahmen innerhalb und außerhalb des Hotels. Nun viel Spaß mit den Fotos, Komoot-Links zu den Wanderungen sind jeweils angehängt.

Hasta luego

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1 Ich gebe zu: Ist schon eine sehr gezwungene Formulierung.

 

Puerte de la Cruz @Homebase

Ankunft auf Teneriffa #leben

einer der Stadtstrände von Puerto de la Cruz

"Alla Hopp" en espanol

Living the dream

Aussicht #1 vom Zimmerbalkon


Aussicht #2

Playa Maria Jimenez: Mein Homebase-Strand mit feinem schwarzem Sand und tollem Wellengang. Ist tatsächlich besser als im Erlebnisbad.



Rollertour im Tenogebirge

Safety First

Wow

Such beautiful

Very Wow


Wandertour: La Oratava / Aguamansa

Link: https://www.komoot.de/smarttour/1266941

 

Straße zum Wanderweg - die Steigung war teilweise so steil, dass mein Power-Roller mit 25km / hoch hochgegurken musste


Blick auf den Teide - den größten Berg + Vulkan Spaniens (3715m)

Urwald

 

Wandertour: Guajara im El Teide Nationalpark

 Link: https://www.komoot.de/smarttour/94324


Stylisch und ready für das Frühstücksbuffet und die Wanderung
 

 

Landstraße durch den El Teide Nationalpark. Schon die Anfahrt war surreal und wunderschön.

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Und wo Schatten ist, ist auf über 1900 Meter gefrorener Bodentau. #LangsamJaqueline

Beginn des Weges: Da ging es hinauf
Surreal geht es weiter: Vulkanausbrüche haben diese Steinformationen geschaffen. Ziemlich beeindruckend.

 


Auf dem Weg zum Gipfel des Guajara gibt es tolle Ausblicke auf den Teide

oben angekommen = happy

Blick von oben

Da ging es hin zurück


Die verdiente Sprite + Espresso Macchiato. Wirklich eine außergewöhnlich schöne Wanderung!

 

 

Wandertour: Nebelwälder im Anaga-Gebirge

Link: https://www.komoot.de/smarttour/444514

 

Ausblicke auf dem Weg ins Anaga-Gebirge

Mehr Ausblicke

Im Nebelwald. Für Nebel war der Wind zu stark, der Urwald bewahrt trotzdem einen mystischen Charakter und es macht unheimlich Spaß durchzugehen.


 

Tolle Sicht auf die Anaga-Berge und Taganana - das Dorf im Tal, zu dem die Wanderung hinführt. Es war eine inverser Weg: Zuerst ganz lange bergab, dann ganz lange bergauf.

Ausblick #2



Ähnlicher Ausblick, diesmal mit Weg

Und wieder tolle Ausblicke. Hier war ich schon auf dem Rückweg, allerdings bin ich den Panoramaweg ein Stück weitergefahren, um dann an der Küste entlang über Santa Cruz zurück nach Puerto de la Cruz zu fahren


Letztes Panoramabild, versprochen. Herrlich.

Eindrücke der letzten Tage

Letzte Rollertour hin zum Playa de Rojas

Ok, es kommen doch noch ein paar Panoramabilder #sorrynotsorry



 


Sonntag, 15. September 2019

Wir lagen vor Madagaskar


Und hatten die Pest an Bord.
Neben Krankheiten, von denen man eigentlich gedacht hatte, dass diese schon ausgerottet sind, ist Madagaskar ein echt wahnsinnig spannendes Reiseziel... da wo der Pfeffer wächst.

Fortbewegung

Langsam. Wenn man eine Reise nach Madagaskar plant setzt man sich unweigerlich mit dem Fortbewegungsmittel und der schlechten Infrastruktur auseinander. Schon unsere Anreise hat 36 Stunden gedauert. Vor Ort haben wir dann alles mögliche ausprobiert und haben uns mit einem privaten Fahrer, Taxi, Flugzeug, Piroge, Speedboot, Rikscha und Taxi-Brousse, dem madagassischen Buschtaxi, fortbewegt. Mit letzterem kommt man eigentlich überall hin und es kostet fast nichts. Leider sind die Straßen in Madagaskar nicht immer gut und eine echte Rundreise ist in 2 Wochen kaum möglich und die Taxi-Brousse sind nicht gerade pünktlich. Selbst bei einer Verspätung von mehr als 2 Stunden (bei der Abfahrt) ist so gewöhnlich, dass nur die Europäer ab und zu nachfragen wann es denn los geht. Voll genug war es, neben einen (zumindest am Anfang) noch lebenden Huhn unfassbar viele Menschen und ein voll beladenes Dach. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie gut es sich anfühlt wenn man auf einmal nur noch zu sechst in einer Reihe sitzt, wenn man davor 2 Stunden lang zu siebt war (es gab 4 Sitze für Leute, die kleiner sind als ich).

Alle irgendwie da rein...

Flora und Fauna

Endemisch. Gefühlt gibt es fast alle Arten exklusiv in Madagaskar, ohne Guide sind die aber oft kaum zu finden. Selbst wenn einem die Guides dann einen Ast zeigen auf dem irgendetwas sitzt muss man oft fünfmal hinschauen bis man es findet. Bei einer Nachtsafari hat ein Guide zum Beispiel ein Chamäleon entdeckt, das kleiner war als ein Streichholz...




Finde die Gespenstschrecke (Stick Insect)

Und sie ändern ihre Farbe nicht!


Wandelndes Blatt
Hahnenkampf auf offener Straße
Elefantenfuß, ein kleiner Baobab
Außerdem haben wir zum Beispiel Buckelwale (leider kein Bild, war von der Piroge nicht so einfach, da etwas wackelig), Drongos, Riesenspinnen und Giraffenhalskäfer gesehen.

Landschaft

Divers. Die Fläche der Insel entspricht ungefähr 1,6 Mal der Größe Deutschlands - Es gibt natürlich die weltbekannten Regenwälder, Traumstrände, mehr Reisfelder als ich jemals in Asien gesehen habe und Gegenden, die man eher in Arizona erwartet hätte.

Oase in einem Canyon im Isalo NP

Überall Feuer

Überall Reisfelder

Im Regenwald hat es dann auf geregnet, Platz nicht bespielbar


Finde den Lemur



Von der Währung (teilweise war der größte Schein 1,25€ wert und es gibt nur sehr selten ATM), dem manchmal sehr gute Essen, die fantastischen Märkte, die stressigen Städte und die leider allgegenwärtige Armut erzähle ich gerne mal persönlich.