Donnerstag, 26. Dezember 2013

Pleiten, Pech und Daniel oder "This is the dream!"

Salam Alaikum!

Hach, Bali, Indonesien: türkisblaues Meer, Schnorcheln, Strand, Cocktails. Alles wunderbar, tralala, und wenn man sich so umschaut, dann denkt man leicht: "Leute,das ist der Traum!".
Wie man sich das verbauen kann? Ganz leicht.

Man nehme einen Reiserucksack, ein Ticket nach Bali, möglichst wenig Planung im Vorfeld rührt das fleißig herum, gibt noch eine Prise Pech und Ungeschick dazu, lässt es ein paar Tage gehen und voilà: Da ist das Ding.

Angefangen hat es lange im Vorfeld, so Mitte Juli: "Nach Hong Kong gehe ich zwei Monate nach China", dachte sich Daniel und schaute ganz schön verdattert drein als China drei Monate später antwortete: "Guter Plan, Junge, aber wir geben dir nur zwei Entritte á 30 Tage. Entscheide dich bitte, Kurztrip nach Guilin oder zwei Monate China." Und ich wollte auch nach Guilin (siehe Blogeintrag " Taifune, Morde und ein paar hübsche Berge).

Dann musste also ein anderer Plan her: Südostasien. 


Zeitsprung, 10.Dezember.

Ich stehe abflugbereit mit zwei Stunden Schlaf am Flughafen Hong Kong.

"Sir, wie kommen Sie aus Indonesien heraus?" - per Fähre nach Malaysia.
"Haben Sie ein Ticket?" - ....
"Ohne Ticket können wir Sie nicht fliegen lassen."

Eine Stunde später, Ticket nach Singapur gekauft, E-Ticket noch nicht angekommen (Angabe: kann bis zu 24h dauern!). Mit viel Diskussion und der Warnung, dass ich womöglich nicht nach Indonesien einreisen kann, eingecheckt. Zwischenstopp in Manila, keine Klimaanlage, ganz schlechtes WLAN und Daniel, der versucht, den Reiseveranstalter zu erreichen, der dann am Ende meint: "Ja, Spezi, ist doof. Können nichts machen, musst warten bis das E-Ticket kommt."

Ich war so müde, ich hätte bei Ankunft in Bali auch am Flughafen gepennt.
Was war?

"Hello, Sir! Welcome to Bali!"


Zeitsprung,17. Dezember.

Was haben wir aus Neuseeland gelernt? Tiere und Daniel - eine einseite Liebe. In Asien nimmt das potentiell noch andere Dimensionen an, Stichwort Tollwut.

Nach unserem Schnorchelausflug laufen Vincent, Valentin, John und ich in ein lokales Restaurant. Die anderen sitzen schon, ich erzähle gerade - mmiiiiaaaaauuuu , fauch, kratz, beiß - ich bin auf ne Katze getreten. Der Biss war nicht so tragisch, aber da hat sich die Tollwutimpfung für 150 Öcken schon ausgezahlt!
von Hunden gejagt, von Pferden gescheucht und von Katzen gebissen...

...ich freue mich auf die Affen..


Zeitsprung, 23. Dezember.

Aaaaah, Kuta auf Lombok. Schöne Strände, Surferparadies, gemütliche Livekonzerte in den Bars. Surfen lernen, locker Weihnachten feiern, einfach easy. Oder?
"Es könnt alles so einfach sein, is' es aaaaber nicht" (Fanta 4, "Einfach sein").
Oder wusstet ihr, dass man vom Surfen krank werden kann? Doch, doch, so war ich hier liege... surfen macht nicht nur zahlreiche Reiß-, Schnitt- und Schürwunden, nope, man kann davon auch eine virale Pharyngitis (Rachenentzündung) kriegen. Hört sich nicht so heavy an? Naja, wenn man dann noch was falsches ist und zu viel Meerwasser schluckt, na dann liegt man einen Tag vor Weihnachten mit Übelkeit und Durchfall flach, geht mit der Angst, dass man Malaria hat zum Arzt und kriegt Antibiotika verschrieben. Awesome, ... just awesome.


Aber alles gut, ich lebe noch, sollte in zwei bis drei Tagen wieder fit wie ein Turnschuh sein und das Glück kommt bestimmt auch wieder. Was ich mit den Jungs aus Hong Kong, Jon, Vincent und Valentin, sonst so getrieben habe, seht ihr jetzt.


Nichts kann meine ersten Tage besser beschreiben als das


 bis die Jungs, Valentin und Vincent (links nach rechts) kamen


hinduistisches Opferritual vor der Reinigungsprozess
(Purification)


So sah das bei den anderen aus
(von uns gibt's nur Videos)

Prinzipiell waescht man sich zuerst in einer Quelle und geht dann zu einer anderen
je nachdem um was es sich dreht (z.B. Reinwaschen von Luegen)




Das Ganze war bei einem grossen Tempels

hier sieht man eine Zeremonie, die dort ablief
Auf unserer Rundtour ging es danach in eine Kaffeeplantage..
...Daniel's Paradise :)

(wobei die Tees eigentlich besser waren)

Noch ein Tempel, direkt am Meer



Nachtwanderung auf den Vulkan Mount Batur (1700m), der einen Blickauf den Sonnenaufgang hinter dem Vulkan Mt.Agung (3000m) bietet

(aufstehen um 2 Uhr!!)

(sorry, hab die Qualitaet wegen dem Internet krass runterschrauben muessen :(  )

Der Weg hinunter: Affen gab's dort zu hauf!

Gili-Islands, Palmen, Sonne ...eeeeasy!
hinausgefahren zu den besten Schnorchelstellen
Posen, dies,das.

Daaaas ist der Traum (1)


Daaaas ist der Traum! (2)



Die ganze Truppe: Ich, Jon, Valentin, Vincent
(von links nach rechts)














Danach ging es fuer mich nach Kuta zum Surfen lernen,wo ich eine Woche blieb und morgen abhaue



So, das war's in aller Kuerze. Ich probiere demnaechst wieder einen Eintrag zu verfassen, aber das macht hier definitiv keinen Spass mit dem lahmen Internet. Ausserdem haben sich meine Plaene wieder - und diesmal endgueltig - geaendert: Der Bub kommt am 22.Januar heim.

Bis die Tage,

Selamat tinggal!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen